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Tuesday 13 May 2014

DER SCHWARZE GRUNDZUSTAND

Von Colin Liddell

Sub-saharische Afrikaner sind die am schnellsten wachsende demographische Gruppe auf dem Planeten. Bei einer Fruchtbarkeitsrate, die mehr als dreimal so hoch ist wie die europäischer Frauen (5,2 Kinder pro Frau zu 1,6) und wenig Anzeichen für einen Rückgang zeigt, wird prognostiziert, dass die Bevölkerung des sub-saharischen Afrika sich bis zur Mitte des Jahrhunderts mehr als verdoppelt und von 1,1 Milliarden auf 2,4 Milliarden wächst.

Bei so vielen zur Welt kommenden Afrikanern ist es lebenswichtig, sie besser zu verstehen, aber es ist bereits viel von dem Material, das über Afrika und Afrikaner produziert wird, von Kulturmarxismus beeinträchtigt; um ein korrektes Bild zu erhalten, ist es daher wichtig, sich an Quellen zu wenden, die älter sind als die Political Correctness. Hier ist eine Passage aus einem Buch, das 1930 veröffentlicht wurde:
„Sie sind Männer, die von der Wahnvorstellung besessen sind, dass sie Leoparden sind und daher Menschen töten müssen, und wenn sie unterwegs sind, um das zu tun, versuchen sie sich insgesamt wie Leoparden zu verhalten. Sie gehen auf allen vieren, befestigen an ihren Händen und Füßen echte Leopardenkrallen oder eiserne Imitationen davon, um eine Fährte wie die eines Leoparden zu hinterlassen; und wenn sie ein Opfer erwischen, durchtrennen sie seine Halsschlagader, wie es Leoparden tun. Die bemerkenswerte und unheimliche Tatsache ist, dass die meisten von ihnen unfreiwillig zu menschlichen Leoparden geworden sind, nachdem sie zu Mitgliedern einer der Banden gemacht worden sind, ohne es zu wissen. Die Bande bereitet in einem menschlichen Schädel einen Zaubertrank aus dem Blut eines ihrer Opfer, und irgendeinem Mann, auf den sie sich zuvor festgelegt haben, wird insgeheim etwas davon in einem seiner gewöhnlichen Getränke gegeben. Dann wird er darüber informiert, dass er den Zaubertrank getrunken hat und daher ab diesem Zeitpunkt einer der Bande ist. Genausowenig widersetzt sich irgendeiner davon. Sie sind alle gleich, beherrscht von dem Glauben, dass ein Zaubertrank eine magische Kraft hat, gegen die niemand erfolgreich ankämpfen kann, und daher gehorchen sie widerstandslos.“ (S. 13)
Eine weitere Passage aus demselben Buch:
„Es ist absurd, von Ausbeutung der Arbeiter, die aus dem Inneren herunterkommen, durch die Holzhändler zu sprechen, wenn damit gemeint ist, dass die Löhne zu niedrig sind. Die Arbeit, die diese primitiven Menschen leisten, steht oft in keinem Verhältnis zu dem Lohn, der ihnen am Ende ihres Vertragszeitraums ausbezahlt werden muss. Während der ersten Monate davon sind viele von ihnen fast völlig nutzlos, weil sie nie eine Axt in ihren Händen gehalten haben und als allererstes lernen müssen, eine zu benutzen. Nirgendwo auf der Welt, so seltsam diese Aussage erscheinen mag, sind wahrscheinlich die Gesamtkosten für Arbeit höher im Verhältnis zur geleisteten Arbeit als im Urwald.“ (S. 45)
In gleicher Weise:
„Aber wir werden nicht nur durch das völlige Fehlen von Disziplin bei unseren Wilden auf die Probe gestellt; wir leiden unter ihrer absoluten Unfähigkeit zu verstehen, dass irgend etwas wertvoll sein kann. Nachdem das Hospital so nahe am Wald liegt, ist es wirklich nicht allzu schwer für sie, Feuerholz zu besorgen. Aber da es weniger Mühe macht, ziehen sie es vor, die Balken und Bretter zu verbrennen, die ich mit so viel Schwierigkeiten und unter solch hohen Kosten besorge…“ (S. 50)
Und noch eine:
„Welche Arbeit uns durch die Ruhrpatienten verursacht wird, die sich nicht mehr herumbewegen können, und die alles beschmutzen, wo sie sitzen oder liegen! Viele müssen mit der Hand gefüttert werden, weil sie zu schwach sind, um einen Löffel zu ihrem Mund zu führen. Und ihre Pflege ist umso mühsamer, weil die Eingeborenen keinen Finger rühren, um ihnen zu helfen; zu solch ekelhafter Arbeit kann man sie nicht bringen. Wir müssen daher oft alles selber machen, und falls es überhaupt einen Schwarzen gibt, der helfen will, wird er mit Geschenken überhäuft und unter Lob erstickt.“ (S. 73)
Mittlerweile – vorausgesetzt, Sie sind erfolgreich im modernen multikulturalistischen Westen sozialisiert worden, indem man Sie mit Vorstellungen von „weißer Schuld“, „Rasse als Sozialkonstrukt“ und „Weißenprivileg“ gehirngewaschen hat – müssen Sie denken, dass diese Passagen nur von einem extrem psychotischen Rassisten geschrieben worden sein konnten, möglicherweise von einem peitschenschwingenden Sklavenhalter oder paternalistischen Kolonialfaschisten mit gewachstem Schnurrbart und sadistischen Zuckungen.

Sie müssen auch denken, daß ein Buch mit solch giftigen Beispielen von „Hassrede“ sofort zum höheren Wohl der Menschheit eingestampft werden sollte. Aber während Sie gerechterweise angewidert sind, werden Sie vielleicht auch ein wundervoll warmes Glühen empfinden, das von der tiefen Liebe und dem Respekt stammt, die Sie für Schwarze und andere Nichtweiße hegen, selbst wenn Sie nicht wirklich unter ihnen leben oder viel mit ihnen verkehren.

Aber da gibt es ein kleines Problem, denn diese Worte wurden in Wirklichkeit nicht von einem bösen Rassisten geschrieben, sondern statt dessen von einem der größten Philanthropen des 20. Jahrhunderts und noch dazu einem Nobelpreisträger. Dies sind – Schock! Horror! – die Worte von Albert Schweitzer, einem Mann, der eine tiefe Liebe zum Afrikaner mit einem klaren Blick auf das kombinierte, wie Afrikaner wirklich waren.

Aber machen Sie sich nicht zu viele Sorgen um dieses peinliche kleine Detail. Dank der hegemonialen Kräfte der liberalen egalitären Tyrannei kann heutzutage ein Text wie dieser, der nicht ganz zur großen multikulturellen Gleichschaltung des Westens passt, leicht als „Rassismus“ umkategorisiert werden, während Schweitzer, wie jeder andere weiße Mann, der auf der falschen Seite der 1960er geboren wurde, schnell in das böse Pantheon der Rassisten überführt werden kann.

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Für diejenigen unter Ihnen jedoch, die nicht erfolgreich in den modernen multikulturalistischen Westen sozialisiert worden sind, ist Schweitzers Darstellung, die aus seinem Buch „Briefe aus Lambarene“ stammt, ein unschätzbares Bild dessen, was man den „schwarzen Grundzustand“ nennen kann, die wesentliche Natur von Schwarzen, bevor sie durch den Kontakt mit Weißen verändert wurden.

Es ist sehr wichtig, sich zu erinnern, dass der schwarze Grundzustand existiert, weil er oft sehr gut durch die verzerrenden Kräfte des weißen Einflusses auf Schwarze verborgen worden ist. Historisch haben wir Schwarze durch Sklaverei, Christianisierung, Rassenvermischung, Kolonisation, Neokolonialismus und die kulturelle Hegemonie des Westens oft bis zur Unkenntlichkeit verändert, oder zumindest denken wir, dass wir es getan hätten, aber Tatsache ist, dass der schwarze Grundzustand fest verankert bleibt und seinen Einfluss ständig und unerbittlich auf zahllose Arten ausübt.

Ein Buch wie das von Schweitzer zu lesen, ist ein gutes Korrektiv und eine Erinnerung an die Fundamente aus Sand, auf die wir unsere Version des schwarzen Mannes erbaut haben.

Die weiße linke Einstellung gegenüber Schwarzen hat zwei Hauptaspekte. Erstens denken sie, dass Schwarze ein unbeschriebenes Blatt sind und bloß sozioökonomisch und bildungsmäßig durch „affirmative action“ etc. aufholen müssten, um ebenholzfarbene Versionen von ihnen selbst zu werden.

Ja, diese Vorstellungen haben etwas Plausibilität. Unter intensivem politischem, kulturellem und wirtschaftlichem Druck von der Art, mit der es die schwarze Gemeinschaft in den USA vor den 1960ern zu tun hatte, schien das Verhalten der Schwarzen sich wirklich auf eine Vielzahl von Arten zu ändern. Das Problem heute ist jedoch, dass der Großteil dieses Druckes heute als „rassistisch“ uminterpretiert worden ist.

Der andere Aspekt der weißen linken Einstellung ist ein Glaube an die Ermächtigung von Schwarzen. Dies wird für ein absolutes moralisches Gut gehalten, und für etwas, das auch ohne tatsächliche Verbesserung von Schwarzen wünschenswert ist. Man hofft naiverweise, dass solche Ermächtigung Schwarze unvermeidlicherweise in „die richtige Richtung“ führen wird, das heißt dazu, schwarze Versionen von ihnen selbst zu werden.

Diese Vorstellungen sind offenkundig absurd und widersprüchlich. Sie können im linken Denken nur gelöst werden, indem man Schwarzen jegliche Handlungsfähigkeit abspricht und „weißem Rassismus“ die Schuld für jeden Mangel, Fehlschlag oder schwarzes Fehlverhalten gibt.

Äußerer Einfluss versus innerer Einfluss


Es ist wesentlich, den schwarzen Grundzustand im Sinn zu behalten, denn linke Vorstellungen von Rasse sind hegemonial und erzeugen so die Bedingungen, unter denen der schwarze Grundzustand sich wieder behaupten wird. Sobald weiße Macht und Einfluss von Schwarzen genommen werden, wie in Haiti, Detroit oder Südafrika, beginnt sofort ein Prozess des Rückfalls zur Mitte, und die Schwarzen beginnen die lange Reise zurück zu ihrem ursprünglichen Grundzustand.

Viele Aspekte des Verhaltens von Schwarzen – von der Verwüstung amerikanischer Innenstädte, der Gangsta-Kultur, der Auflösung der schwarzen Familie (in Wirklichkeit ein weißes Familienmodell, das Schwarzen von Weißen aufgezwungen wurde) etc. – können am besten so verstanden werden, dass sich dieser schwarze Grundzustand wieder behauptet. Je mehr Zeit er hat, desto mehr wird er sich wieder durchsetzen.

Aber die Ermächtigung von Schwarzen, wo immer sie stattfindet, ist immer etwas Gutes, weil sie sofort offenbart, wie enorm irrig liberale Vorstellungen von Rasse, Schwarzen und der Funktionsweise der menschlichen Natur sind.

Schweitzers Buch ruft seine Jahre in Erinnerung, die er in Afrika verbrachte, hauptsächlich im Tal des Ogooue-Flusses in der damaligen Kolonie Französisch-Äquatorialafrika, die nun Gabun heißt. Interessanterweise ist es nun einer der Teile Afrikas, die besser dran sind. Dies liegt an einer kleinen Bevölkerung (1,5 Millionen), großen Öleinnahmen und an einem fortdauernden starken post-kolonialen französischen Einfluss – teilweise das Vermächtnis von Schweitzer. Aber zu seiner eigenen Zeit wurde das Land als primitiver als der Durchschnitt betrachtet.

Diese Unterschiede in der afrikanischen Entwicklung zwischen einem Teil und einem anderen, vor der Ankunft des weißen Mannes, enthüllt keinen indigenen Unterschied zwischen Afrikanern, obwohl es etwas davon natürlich gibt. Der wichtigste Faktor bei diesen Unterschieden war das Ausmaß, in dem afrikanische Gesellschaften einem anderen äußeren Einfluss ausgesetzt waren, nämlich jenem des Islams. Der Teil Afrikas, auf den sich der Islam am meisten ausgewirkt hatte, tendierte dazu, weniger primitive, wenn auch nicht weniger brutale Kulturen zu haben.

Man könnte sagen, dass manche Teile Afrikas zwei Wellen bedeutenden äußeren Einflusses (oder der Kolonisierung) durchmachten, eine durch den Islam und eine durch Europa.

Gabun als Land südlich der islamischen Einflusszone wurde nur durch Europa beeinflusst, ein Prozess, der heute durch die wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen des Landes zu Frankreich fortdauert.

Aber während der Westen in manchen Teilen Afrikas weiterhin Macht und Einfluss ausübt, ist dies 1) abhängig von den wirtschaftlichen Interessen des Westens und steht 2) im Widerspruch zu der erklärten westlichen Ideologie des Egalitarismus und Kulturrelativismus. Mit seinem Mantra von weißer Schuld und schwarzer Ermächtigung strebt der westliche Liberalismus danach, seine eigene Vorherrschaft und seinen Einfluss über Afrika zu untergraben.

Die Arten, auf die diese verschiedenen äußeren (Europa, Islam) und inneren (der schwarze Grundzustand) Einflüsse miteinander ringen, sind in zwei der momentan größten Nachrichten über Afrika zu sehen – der Entführung von Hunderten nigerianischer Schulmädchen durch die militante islamische Gruppe Boko Haram und den Zusammenbruch des seit kurzem unabhängigen Staates Südsudan in Stammesanarchie.

Weil Nigeria Wellen islamischen und europäischen Einflusses erlebt hat, könnte man sagen, dass in Wirklichkeit zwei schwarze Grundzustände am Werk sind, nämlich 1) die nigerianische Gesellschaft mit einer Beimischung islamischen Einflusses vor der weißen Kolonisierung und 2) die nigerianische Gesellschaft vor der Ankunft des islamischen Einflusses.

Unter dem ideologischen Impuls des liberalen Egalitarismus hat sich der weiße Einfluss aus der nigerianischen Gesellschaft zurückgezogen und ihr ermöglicht, zu dem zurückzukehren, was sie war, außer wo wirtschaftliche Faktoren einen Gegeneffekt zugunsten der westlichen Kultur schaffen. Obwohl in vieler Weise weniger potent als der westliche Einfluss, ist der islamische Einfluss durchsetzungsfähiger. Er sitzt in der nigerianischen Gesellschaft auch tiefer, nachdem er seit Hunderten von Jahren im Land gewesen ist, wohingegen der europäische Einfluss weniger tiefe Wurzeln hat.

In den letzten Jahrzehnten hat es auch eine wichtige Veränderung der westlichen Einstellungen gegeben. Nach der Entkolonialisierung in den 1960ern übte der Westen durch wirtschaftliche, diplomatische und moralische Macht weiterhin einen starken indirekten Einfluss auf viele afrikanische Länder aus. Dies war durch die Notwendigkeiten des Kalten Krieges motiviert. Aber seit dem Ende des Kalten Krieges vor über 20 Jahren hat sich der ideologische Schwerpunkt des Westens von einer implizit weißen hegemonial-neokolonialistischen Einstellung zu einem egalitären Multikulturalismus verlagert, der auf seine innenpolitischen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Vom afrikanischen Blickwinkel aus manifestiert sich dies als Verlust weißen mojos. Ungeachtet dessen, wie viel Hilfe oder Bemühungen gegen die Armut – oder sogar Militärinterventionen – es gibt, der Westen sieht mit seiner neuen egalitären, kulturrelativistischen Ideologie einfach schwach aus, und sein Einfluss ebbt weiter ab. In diesem Umfeld kehrt Afrika zu seinen Grundzuständen zurück – islamisch oder urtümlich.

In Nigeria ist der europäische Einfluss seit seiner Unabhängigkeit 1960 stetig zurückgegangen, aber dasselbe kann man vom Islam nicht sagen. Im Gegenteil, der islamische Einfluss scheint zu wachsen und sich zu organisieren. Boko Haram definiert sich als spezifisch antiwestlich, wobei der Name als „Westliche Bildung ist Sünde“ zu übersetzen ist. Offensichtlicherweise leidet der Islam nicht an demselben Prozess der ideologischen Selbstverachtung wie der westliche Liberalismus.

Aber während Nigeria zu seinem prä-britischen islamischen Grundzustand zurückkehrt, müssen wir uns daran erinnern, dass es bei islamischen Gesellschaften solche und solche gibt, und dass nicht alle islamischen Gesellschaften gleich sind. Unterhalb Nigerias islamischem Grundzustand übt der urtümlichere afrikanische Grundzustand weiterhin seinen unverwüstlichen Einfluss aus. Trotz seines offenen Islamismus ist Boko Haram in Wirklichkeit eine ziemliche Annäherung beider Prozesse und vermischt tribalistische, voodooistische und islamische Elemente miteinander zu einem brutalen Cocktail. Wie Schweitzers Leopardenmenschenkult ist dies eine Gruppe, die auf Basis einer männlichen Dynamik der Gruppengewalt gedeiht, obwohl sie als ihr Avatar statt des Leoparden den blutdürstigen Propheten adoptiert haben.

Wie ich jedoch zuvor sagte, ist die Ermächtigung von Schwarzen immer eine wundervolle Sache. Einer der interessantesten Aspekte dieses Falles ist die Erklärung von Boko Haram, dass sie die Mädchen zu verkaufen beabsichtigen, um Geld zu beschaffen. In anderen Worten, der hegemoniale weiße Mann schafft die Sklaverei ab, aber der ermächtigte schwarze Mann ignoriert das einfach und führt sie gleich wieder ein. Lasst die Linken dasitzen und darüber nachdenken, bevor sie einen Weg finden, das alles wieder dem weißen Rassismus anzulasten.

Doppelte Entkolonialisierung


Während Nigeria in Richtung zweier atavistischer Grundzustände kehrtmacht, zeigt der Südsudan, wie Nigeria ohne den Einfluss des Islams aussehen könnte. Nach der Unabhängigkeit vom islamischen Norden im Jahr 2011 ist der Südsudan schnell auseinandergefallen und ist nun der Schauplatz von Massakern, „tribozidalem“ Krieg und Hungersnot.

Sowohl der Nordsudan als auch der Südsudan sind ethnisch vielfältig, mit verschiedenen Stammesgruppen, aber der Norden ist dank einer islamischen Kultur in der Lage gewesen, eine grobe politische Einheit zu bewahren, und konnte diese auch eine Zeitlang im Süden durchsetzen. Seit der Unabhängigkeit ist der Süden jedoch in einem dramatischen Fall eines Rückfalls zum schwarzen Grundzustand aus den Fugen geraten.

Dies ist bedeutsam, weil andere ethnisch diverse nichtmoslemische Länder in der Lage gewesen sind, ein Mindestmaß an politischer Einheit zu erhalten. Schweitzers alter Spuk in Gabun ist ein gutes Beispiel, da dieses Land ethnisch genauso divers ist wie der Südsudan. Der wahre Unterschied zwischen diesen beiden Fällen ist der relative Fortbestand und die Stärke des europäischen Einflusses.

Im Fall von Gabun hielt Frankreich nach der Unabhängigkeit starke Verbindungen aufrecht und half die Zersplitterung zu verhindern. Im Fall des Südsudan gab es nach dem Abgang der Briten im Jahr 1956 eine Periode unbehaglicher islamischer Dominanz. Diese filterte einen stabilisierenden postkolonialen Einfluss Britanniens wirksam aus.

Bei schwachem europäischem Einfluss und schwachem islamischem Einfluss entgleiste das Land schnell nach dem, was es im Jahr 2011 „doppelte Entkolonialisierung“ nannte. Statt ein weiteres relativ gefügiges und formbares neokoloniales Staatswesen wie Gabun zu werden, rutscht das Land nun in seine eigene Version des Mfecane ab – des großen Blutbads zwischen den Stämmen, das den Weg für die Kolonisation Südafrikas durch die Buren freimachte.

Eines der traurigen Vergnügen bei Afrikas ständigen Schwierigkeiten ist die Behutsamkeit, mit der die westlichen Medien über sie berichten. Lächerlich respektvolle Nachrichtenorganisationen wie die BBC beharren darauf, atavistische Stammesblutbäder in die Nomenklatur ernsthafter politischer Kämpfe zu übersetzen, womit sie die Diskrepanz zwischen dem „Rationalen“ und dem Realen und einen ständigen Nachschub an Absurditäten sicherstellen.

Während sie über Leichen spricht, die seit zwei Wochen in den Straßen der Stadt Bentiu verwesen, spricht die BBC über die „Rebellenkräfte“, die die Stadt von „regierungsfreundlichen“ Truppen zurückerobern, wo diese Ausdrücke sich einfach auf die unterschiedlichen Stämme der Nuer und Dinka beziehen, die darauf aus sind, einander zu massakrieren und die Frauen der jeweils anderen zu vergewaltigen.

Liberaler Egalitarismus bedeutet Ermächtigung von Schwarzen, und Ermächtigung von Schwarzen bedeutet Rückkehr zum Mittel, zum schwarzen Grundzustand. In Nigeria bedeutet dies, dass Boko Haram ihre Verachtung für die westliche Bildung zeigen, indem sie Schulmädchen auf dem Sklavenmarkt versteigern. Anderswo bedeutet es etwas noch Schlimmeres. In Afrika hat der Westen ein Vakuum geschaffen, und sie nennen es Fortschritt. Jene Prognosen von 2,4 Milliarden subsaharischen Afrikanern bis zur Mitte des Jahrhunderts könnten vielleicht ein bisschen optimistisch sein.

MorgenWatch
Original: The Black Baseline
Übersetzung: Lucifex

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